Never give up

Never give up

Wir kommen auf die Welt und eines der ersten Dinge, die wir lernen, ist niemals aufzugeben. Wenn wir Hunger haben, schreien wir. Wenn wir volle Windeln haben, schreien wir. Wenn wir von Mami und Papi geknuddelt werden wollen, schreien wir. So lange bis wir bekommen, was wir wollen. Irgendwann fangen wir an zu krabbeln und schließlich zu laufen. Das ist gar nicht so einfach, auf diesen zwei stummeligen Michelinbeinchen das Gleichgewicht zu halten. Wir fallen hin und stehen wieder auf. Immer und immer wieder. Und am Ende, wenn wir einmal mehr aufgestanden als hingefallen sind, dann können wir es doch. Es ist ein Grundsatz, der uns von Anfang an begleitet. Wir geben nicht auf.

Dann werden wir älter. Lernen sprechen, schwimmen, Fahrrad fahren und all diese nützlichen Dinge. Natürlich ist das nicht einfach und wie oft waren unsere Eltern erschöpft, uns immer wieder zu erklären, dass es Papa und nicht Dada heißt. Hund und nicht Wauwau. Aber sie haben nicht aufgegeben. Irgendwann kommt der Tag, da lesen wir unser erstes Buch, spielen unser erstes Spiel. VIelleicht kriegen wir den ersten PC, das erste Handy, die erste Konsole. Wir spielen. Und wieder und wieder verlieren wir. Doch am Ende haben wir es auch hier einmal mehr versucht, als wir versagt haben. Wir kämen gar nicht auf die Idee, mit dem Spielen aufzuhören, nur weil das Level schwierig ist. Wir wachsen an der Herausforderung. Wir geben nicht auf.

Und wie die Level immer höher werden, so werden wir immer älter. Wachsen und verändern uns, durchleben gute und schwere Zeiten. Und irgendwann kommen wir auf die Idee, diesen allerersten Grundsatz, denjenigen, der uns schon seit Beginn unseres Lebens begleitet und bei dem wir früher nie auf die Idee gekommen wären, ihn zu brechen, einfach außer Acht lassen. Plötzlich ist Aufgeben ein Option.

Es ist so einfach, denn irgendwie läuft es ja auch, wenn wir uns keine Mühe geben. Irgendwie ist es viel bequemer, einfach abzuwarten und nichts zu tun. Kämpfen ist anstrengend und so mühselig. Wer weiß, was uns da begegnet und welche Hürden wir überwinden müssen. Das bringt sicherlich nur Umstände und wenn es ganz schlimm kommt, müssen wir vielleicht auch noch über unseren Schatten springen. Also bleiben wir in unserer Wohlfühlzone. Ziehen uns zurück in unsere Deckenburg, die wir schon als Kinder lernten, so zu bauen, dass keine Monster reinkommen. Doch nicht alles, was wir lernen, ist auch gut für uns.

Denn während Kämpfen angeboren ist, ist Aufgeben etwas, das wir lernen.

Bild von heyFilbert

Facebooktwittergoogle_plus

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: