Findungsphase

Findungsphase

Mein Studium habe ich bald fertig, danach startet das Arbeitsleben. Wahrscheinlich gelte ich dann auch für den letzten als vollständig erwachsen – auch wenn ich mich gar nicht so fühle. Nach dem Abi studieren und schließlich arbeiten, das ist wohl der normale Weg. Eine Phase mit so vielen Veränderungen und Umbrüchen, mit denen mal erst einmal klarkommen muss. Man kommt gerade frisch aus der Pubertät und hatte sich gesammelt und schon wieder verändert sich alles. Man nennt diesen Abschnitt des Lebens wohl nicht ohne Grund Findungsphase.

Das Gefühl in sich selbst zu ruhen und mit sich als Mensch zufrieden zu sein, ist eines der entspannendsten, die ich kenne. Wahrscheinlich weiß man dann, dass man tatsächlich angekommen ist – oder zumindest auf dem richtigen Weg. Denn erst, wenn man diesen Weg und all seine Aktionen und Taten mit sich selbst vereinbaren kann, hat man wirklich zu sich gefunden.

Im Reitsport spricht man davon, das Pferd unter sich zu haben. Das mag für Laien komisch klingen, denn segelt man nicht gerade durch die Luft oder liegt im Dreck, ist die Definition von Reiten gemeinhin, auf einem Pferd zu sitzen. Und das impliziert immerhin, dass man es unter sich hat.
Jedoch ist Reiten deutlich mehr als auf dem Pferd sitzen und man sagt nicht umsonst, dass man mit dem Pferd und nicht auf dem Pferd reiten soll. Gemeint ist mit, das Pferd unter sich haben, also einen gemeinsamen Schwerpunkt zu haben und über ein gemeinsames Körpergefühl miteinander verbunden zu sein und zu kommunizieren. Erst so ist es möglich miteinander zu arbeiten.

Und das gilt auch für das Leben. Solange man nicht mit sich selbst und seinem Weg im Einklang ist, wird man nie vernünftig an seinen Träumen und Wünschen arbeiten können. Also, egal was ihr tut, findet erst euren Weg, bevor ihr Hals über Kopf drauf loslauft. Und wie Steve Jobs so schön sagte:

„Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.“ – Steve Jobs

Bild von Carsten Tolkmit

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